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Evangelische Kirchengemeinde Hermeskeil-Züsch

Die Evangelische Kirchengemeinde Hermeskeil-Züsch ist eine Diasporagemeinde im Hochwald in der Nähe von Trier. Ihre Fläche erstreckt sich über die Verbandsgemeinde Hermeskeil und Teile der Verbandsgemeinde Kell am See in Rheinland-Pfalz und die Gemeinde Nonnweiler im Saarland. Im Bereich der Kirchengemeinde leben etwa 2.500 evangelische Christinnen und Christen.

Gottesdienste

IV. Quartal 2018

Gottesdienste können auch einmal vom vorgesehenen Plan abweichen, deswegen auch die wöchentlichen Ankündigungen in den örtlichen Amtsblättern beachten.

 

Die Ortsdurchfahrt Nonnweiler nach Mariahütte wird zurzeit über die Ringstraße umgeleitet.

Im November

Ich wünsche dir, dass der Himmel sich einschreibt
in deine Zeit.

Dass seine Signatur erkennbar ist
an den Rändern des Tages,
und sein Schriftzug dir begegnet
in den Ecken des Gewohnten.

Ich wünsche dir, dass seine sanftmütige Schönheit
dein Leben grundiert und seine Farben
dich trösten und in dir träumen.

 

Zum Bußtag

Im Spiegel deines liebenden Blicks kann ich mich anschauen, so, wie ich bin.

Ich erschrecke, Gott, vor mir selbst: unvollkommen bin ich, auf mich selber bedacht, gleichgültig, ungerecht.

Ich halte mich dir hin, so wie ich bin, und sehe in deinen Augen ein neues Bild: So könnte es werden, so wird es sein.

Deine Liebe verwandelt alles. Die Erde. Das Leben. Den Tag. Und mich.

Monatsspruch November 2018

Aus Himmel und Erde wird Neues

In einem himmlischen Brautzug vereinen sich Himmel und Erde. Aus ihrer Hochzeit entsteht etwas ganz Neues. Die Welt, wie wir sie kennen, findet darin ihre Bestimmung. In göttlicher Zuwendung und Liebe wird sie vollendet und schließlich vollkommen. Es ist Schönes entstanden! Wertvolles wurde bearbeitet und gestaltet.

Das Bild dieser vollkommenen, schönen und reich geschmückten Stadt kann als himmlische Brautgabe, als Wertschätzung Gottes gegenüber dem Menschenwerk verstanden werden. Sie wird Teil des Paradieses. Ihre Tore stehen offen und auch der Garten Eden wird schließlich wieder zugänglich. Christliche Endzeiterwartung ist Endzeitfreude. Sie ist erfüllt von der Sehnsucht, dass die Gegensätze und das Trennende zwischen Gotteswerk und Menschenwerk aufgehoben werden. So, wie es keine Dunkelheit mehr geben wird, keine verborgenen Ecken, keine Geheimnisse.

So stellen wir uns den Himmel in unseren Wünschen, Träumen und Fantasien von der Ewigkeit Gottes vor. Wir glauben, dass Gott uns zum Gelingen unseres Menschenwerkes seine guten Schöpfungswerke anvertraut hat.

Doch das Bewahren ist immens schwieriger und unser Wissen darum wirft einige Schatten auf die Endzeitahnung und Vorstellung vom himmlischen Jerusalem.

Aber wir wissen und vertrauen darauf: Gott wird uns ganz anders vollenden, als wir uns das vorstellen können.

Wo sind Himmel und Hölle?

Wo genau ist eigentlich der Himmel? Mit dem Hinweis auf die Wolken ist diese Frage nicht erschöpfend behandelt. Und doch zeigen Wandgemälde des Mittelalters und der Renaissance Gott als Richter am blauen Firmament, hoch über der Welt schwebend. Er ruft die Menschen, die sich im Leben bewährt haben, für immer an seine Seite. Wer im Jüngsten Gericht hingegen verurteilt wird, muss mit dem Schlimmsten rechnen: dem Absturz in den feurigen Untergrund – so die biblisch-apokalyptische und mittelalterliche Verkündigung.

Dante Alighieri, Italiens größter Dichter, hat in seiner „Göttlichen Komödie“ Anfang des 14. Jahrhunderts die Hölle in ihrer ganzen Vielfalt ausgemalt und nicht nur Kleriker und Politiker hineingesteckt, sondern auch den Propheten Mohammed, dessen Körper von Teufeln zerfetzt und immer wieder neu zusammengesetzt wird. Auch der Koran spart nicht mit Drohungen: Sündige Muslime müssen in der Hölle kochendes Wasser trinken.

In den Reden Jesu gibt es zwar Anknüpfungspunkte für Höllenvorstellungen, aber keine dezidierte Höllentheologie oder gar Ortsbeschreibungen des Infernos. Am Ende der Welt, so heißt es zum Beispiel im Matthäusevangelium (Kapitel 13,42f.), werden Engel die bösen Menschen von den Gerechten trennen.

Die Bösen werden dann in einen Feuerofen geworfen, „dort wird Heulen und Zähneklappern sein“. Und über das Weltgericht heißt es: Nach dem Urteilsspruch werden die Verfluchten mit dem Teufel und seinen Helfern ins „ewige Feuer“ geworfen (Kapitel 25,41).

Karl Barth (1886–1968), der Basler Theologieprofessor, betonte immer wieder, wie wichtig es sei, gerade die gütigen Seiten Gottes in den Blick zu nehmen, seine Gnade wichtiger zu nehmen als die Botschaft vom Gericht. Er riet den Christen, die Hölle nicht interessanter zu machen als den Himmel. Das würde er, auch angesichts des religiösen Fundamentalismus aller Art, heute kaum anders formulieren.

Die letzte Ruhe.

Über Beerdigungen spricht keiner gern.

Dabei gibt es viel zu klären.

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