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Evangelische Kirchengemeinde Hermeskeil-Züsch

Die Evangelische Kirchengemeinde Hermeskeil-Züsch ist eine Diasporagemeinde im Hochwald in der Nähe von Trier. Ihre Fläche erstreckt sich über die Verbandsgemeinde Hermeskeil und Teile der Verbandsgemeinde Kell am See in Rheinland-Pfalz und die Gemeinde Nonnweiler im Saarland. Im Bereich der Kirchengemeinde leben etwa 2.500 evangelische Christinnen und Christen.

Von Herzen geben

Online Kollekte - da zurzeit keine Gottesdienste stattfinden, kann auch keine Kollekte eingesammelt werden, wenn sie trotzdem online spenden möchten, hier der Link dazu.

https://www.kd-onlinespende.de/organisation/ev-kirche-im-rheinland/display/frame.html

 

 

Corona-Pandemie

Liebe Gemeindeglieder,

die besondere Gesamtlage infolge der Corona-Pandemie erfordert auch für unser Handeln in der Kirchengemeinde besondere Maßnahmen.

Vielfach wird betont, dass die Ausbreitung des Virus kaum zu stoppen ist, wohl aber zu verlangsamen. Nur so werden die Gesundheitssysteme damit umgehen können. Dies kann nur durch konsequentes und verantwortungsbewusstes Verhalten erreicht werden, ohne Panik, aber mit Besonnenheit.

In erhöhtem Maße gefährdet sind ältere Menschen und chronisch Kranke. Sie zu schützen muss Vorrang vor allem haben. Zudem gibt es eine große Verunsicherung, die wir als Kirche ernst nehmen und Empfehlungen und Anordnungen von Landeskirche, Kirchenkreis und den staatlichen Stellen und Gesundheitsbehörden, an die wir uns halten werden.

Auf Grund der aktuellen Situation finden vorerst (zunächst bis einschließlich 19. April 2020) keine Gruppen und Veranstaltungen in der Gemeinde statt.

Auch Gottesdienste, Taufen und Trauungen werden nicht stattfinden.

Weitere Änderungen in den nächsten Tagen und Wochen können wir nicht ausschließen. Wir werden Sie darüber auf der Homepage auf dem Laufenden halten.

Das Gemeindebüro ist für den Publikumsverkehr geschlossen. Wir sind aber per e-mail und in besonders dringenden seelsorglichen Angelegenheiten telefonisch für Sie da.

Schließen wir einander in unsere Gebete und Fürbitten ein. Beten wir um Kraft und Besonnenheit für die Menschen, die in unserem Gesundheitssystem arbeiten, für die, die politische Verantwortung tragen und um kreative und gute Ideen, wie wir in dieser Krise den Zusammenhalt untereinander fördern können.

Ich wünsche uns allen in diesen herausfordernden Tagen die Zuversicht: „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit (1.Timotheus 1,7)“

Ihre Pfarrerin Heike Diederich

Gott gibt uns Schutz

Wachsam sein – im Alltag muss man das ständig beherzigen. Beim Überqueren der Straße, beim Autofahren, selbst beim Kochen, damit das Essen auf dem Herd nicht anbrennt. Das Gegenteil des Wachens ist der Schlaf. Beide brauchen einander – denn wachsam sein kann nur der, der sich vorher ausgeruht hat. Auch die Bibel beschreibt den Schlaf als etwas Wohltuendes. Zugleich warnt sie aber auch: Zu viel Schlaf kann als Symbol für Taten- und Energielosigkeit verstanden werden.

„Jesus Christus spricht: Wachet!“ Die Wachsamkeit gilt im Neuen Testament als Idealvorstellung des christlichen Lebens. Jesus bezieht seine Aussage auf den Zeitpunkt seiner Wiederkunft. Diese wird die Menschen überraschen „wie ein Dieb in der Nacht“, sagt er an anderer Stelle. Deswegen gilt es, darauf vorbereitet zu sein.

Aber noch etwas anderes ist damit gemeint: Wachsam zu sein – das gilt jeden Tag. Gegenüber einem selbst, aber auch gegenüber den Mitmenschen. Wo sind andere in Not? Wo sind Menschen, die bedürftig sind, denen es schlechter geht als einem selbst? Denn das Reich Gottes, das Jesus verkündet, wird nicht erst kommen, es beginnt bereits in dieser Welt.

Wer auch nicht schläft, das ist Gott. Stattdessen wacht er über den Menschen und gibt ihnen Schutz. So wie es der Beter im 121. Psalm beschreibt: „Siehe der Hüter Israels schläft und schlummert nicht. Der Herr behütet dich, der Herr ist dein Schatten über deiner rechten Hand.“

„7 Wochen Ohne“

Seit mehr als 35 Jahren lädt „7 Wochen Ohne“ als Fastenaktion der evangelischen Kirche dazu ein, die Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostern bewusst zu erleben und zu gestalten. Millionen Menschen lassen sich darauf ein: für sich allein, in Familien oder als Fastengruppe in Gemeinden. Sie verzichten nicht nur auf das eine oder andere Genussmittel, sondern folgen der Einladung zum Fasten im Kopf unter einem jährlich wechselnden Motto. Das Aktionsmotto 2020 heißt „Zuversicht! Sieben Wochen ohne Pessimismus“.

Religion für Einsteiger

Was ist die Bibel eigentlich?

Die Bibel gilt im Gottesdienst und in der persönlichen Andacht als Heilige Schrift. Gläubige spüren Gottes Wort nach und lassen sich von ihm verändern. „Im Anfang war das Wort“, sagt das Johannesevangelium. Der Gedanke dahinter: Jeder Mensch wird in eine Welt geboren, in der alles Wichtige bereits einen Begriff hat. Gott habe die Welt durch sein Wort geschaffen, sagt die Bibel. „Wort“ (logos) kann im Griechischen auch „Vernunft“ bedeuten. Vernunft basiert auf Sprache. Manches ist nur denkbar, weil es Worte dafür gibt: der Vertrag, den die Händlerin schließt; das Gesetz, das der Bürger beachten soll. Auch Fragen wie: Woher kommen wir? Wie leben wir richtig?

Wer etwas Wahres in Worte fasst, komme mit dem göttlichen Wort in Berührung, glaubte man in der Zeit, als die Bibel entstand. Heute reicht der Hinweis, das Gesagte sei wahr und authentisch. Zum Beispiel bei den Propheten im alten Israel. Sie hatten (ähnlich wie Klimaforscher heute) vor einer Katastrophe gewarnt, wenn die Menschen ihr Verhalten nicht ändern. Es kam, wie sie sagten: 722 vor Christus wurde der Kleinstaat Israel zerstört, 586 vor Christus auch das Nachbarland Juda. Erst die Nachgeborenen sahen ein: Es wäre besser gewesen, man hätte frühzeitig auf die Warner gehört. Die Schriftensammlung bekam den lateinischen Namen „Biblia“ (auf Deutsch: „Bücher“). Man schrieb sie ab, versah sie mit goldenen Umschlägen, der Priester küsste sie vor der Gemeinde, hielt sie in die Höhe und las daraus vor. So wurde sie zur „Heiligen Schrift“.

Das Neue Testament besteht aus Briefen und Erzählungen derer, die noch unter dem Eindruck Jesu standen. Und auch wenn sie „das Ebenbild des unsichtbaren Gottes“ (Kolosser 1,15) nur unzulänglich nachzeichnen, so haben ihre Berichte doch viele Nachgeborene angestiftet, ihm nachzufolgen, ihren Wohlstand aufzugeben, Menschen in Not zu helfen, Feinden zu vergeben und nach guten Wegen des Miteinanders und des Friedens zu suchen.

Gustav II. Adolf Vor 425 Jahren geboren: Gustav II. Adolf, König von Schweden

Der „Retter des Glaubens“

Warum trägt das Gustav-Adolf-Werk ausgerechnet den Namen eines kriegerischen schwedischen Königs? Das hängt mit dem Eingriff von Gustav II. Adolf in den Dreißigjährigen Krieg zusammen. Der geschah, als das kaiserlich-katholische Lager schon fast gesiegt hatte und in den eroberten Gebieten die Reformation rückgängig machte.

Im Sommer 1630 landete der evangelische Schwedenkönig mit seiner Armee auf der Insel Usedom und begann einen Feldzug bis nach Bayern. In Flugblättern wurde er als „Retter des Glaubens“ gefeiert, als Friedens- und Freiheitsbringer. Tatsächlich erreichte er durch seine militärischen Erfolge, dass der evangelische Glaube in Deutschland nicht mehr verdrängt werden konnte. Am 16. November 1632 starb er in der Schlacht bei Lützen in der Nähe von Leipzig.

200 Jahre später wurde 1832 in Leipzig ein Verein gegründet, der evangelischen Christen in schwierigen Glaubens- und Lebenslagen helfen wollte. Damals wurde Gustav II. Adolf zum Namenspatron und Vorbild erkoren. Denn ohne ihn hätte es in Mitteleuropa keine Glaubensfreiheit und Glaubensvielfalt mehr gegeben. So wie er vor 200 Jahren den Evangelischen beigestanden hatte, so wollte sich nun auch der neue Verein für bedrängte evangelische Minderheiten einsetzen – ohne Gewalt natürlich, sondern mit Spendengeldern.

Vor 425 Jahren wurde Gustav II. Adolf am 9. Dezember 1594 in Stockholm geboren. Er stammte aus dem schwedischen Königsgeschlecht der Wasa. Bereits als Sechsjähriger begleitete er seinen Vater bei dessen erstem Feldzug, mit gut sechzehn Jahren wurde er König von Schweden. In Zusammenarbeit mit Kanzler Oxenstierna modernisierte er das verarmte Land. Durch sein militärisch-politisches Handeln verschaffte er Schweden eine Vormachtstellung im nördlichen Europa.

Der knallharte Machtpolitiker war zudem von einer tiefen evangelischen Frömmigkeit beseelt. Er berief den Stettiner Hofprediger Jakob Fabricius (1593–1654) zum Feldprediger und persönlichen Beichtvater. Unter dem Eindruck der Schlacht bei Lützen soll Fabricius auf Anregung von Gustav II. Adolf das Lied „Verzage nicht, du Häuflein klein“ (EG 249) geschrieben haben. Jedenfalls verteilte Fabricius am Morgen der entscheidenden Schlacht zum Feldgottesdienst ein Liedblatt mit diesem Text. Später hat man dieses Lied auch den „Schwanengesang Gustav Adolfs“ genannt.

Die letzte Ruhe.

Über Beerdigungen spricht keiner gern.

Dabei gibt es viel zu klären.

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