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Gottesdienste

Januar 2018

Gottesdienste können auch einmal vom vorgesehenen Plan abweichen, deswegen auch die wöchentlichen Ankündigungen in den örtlichen Amtsblättern beachten.

 

Gottesdienste in Mariahütte

die Ortsdurchfahrt Nonnweiler ist bis auf Weiteres wieder frei.

Evangelische Kirchengemeinde Hermeskeil-Züsch

Die Evangelische Kirchengemeinde Hermeskeil-Züsch ist eine Diasporagemeinde im Hochwald in der Nähe von Trier. Ihre Fläche erstreckt sich über die Verbandsgemeinde Hermeskeil und Teile der Verbandsgemeinde Kell am See in Rheinland-Pfalz und die Gemeinde Nonnweiler im Saarland. Im Bereich der Kirchengemeinde leben etwa 2.500 evangelische Christinnen und Christen.

Das Fest darf Nachklingen

Reicht es nicht, wenn jeder dann ruht, wenn es für ihn oder sie passt? Wenn wir unsere Freizeit mit dem verbringen, wozu wir sonst nicht kommen: auf dem Sofa liegen, spielen, im Internet surfen, Serien gucken, ausschlafen, feiern. Ihre Ruhetage füllen heute viele mit schweißtreibenden Work-outs oder ausgedehnten Laufrunden aus.

Der im Feiertagsgebot geforderte, Gott geweihte Ruhetag ist mittlerweile zu einer aktiven Pausenzeit geworden. Es geht aber um eine andere Qualität der Ruhe: nämlich die Chance, sich aus dem Alltag zurückziehen zu können, sich um die eigene Seele zu kümmern, Kraft zu schöpfen für die geschäftigen Alltage.

Einige Bräuche der zwölf Rauhnächte zwischen Weihnachten und dem 6. Januar dienen dieser Ruhe und stillen Zeit, in der man mal nichts tun muss, ja sogar nichts tun soll. Das Fest darf nachklingen, ohne Alltagspflichten und Hausarbeiten. So ist das Rauhnachtsverbot, die Türen zuzuschlagen, in diesem Sinn eben nicht nur Aberglaube. Die dunkelsten Tage im Jahr können so zur allgemeinen Atempause werden.

Und genau so eine Pause darf für uns auch der wöchentliche Ruhetag sein. Niemand soll arbeiten und keiner diese Ruhe stören, in der die eigenen Gedanken Verschüttetes freilegen können. Jeder soll bei sich ankommen und hell werden – in dieser von Gott geschenkten und ihm gewidmeten Zeit der Seelenruhe und der Glaubensstärkung.

Im Januar

Ein neues Jahr, um die Tage und Stunden

mit Leben zu füllen.

Lebensfreude wünsche ich di ran den guten Tagen,

damit du sie genießt.

Lebensmut wünsche ich dir für die schwierigen Momente,

damit du sie überstehst.

In allem aber, Gutem und Schwerem, behüte dich Gott.

Monatsspruch Januar 2018

Gott stillt meinen Lebensdurst

Durst nach Wasser an heißen Tagen. Wer kennt ihn nicht? Doch selbst das beste Wasser löscht nicht den Durst der Seele. In Psalm 42,2 und 3 heißt es: „Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so schreit meine Seele, Gott, zu dir. Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott.“

Wir Menschen sind lebensdurstig – und das mit Leib, Seele und Geist. Damit Gedanken, Kreativität und Energie fließen können, damit sich etwas in unserem Leben entwickelt und uns die Lust am Leben nicht verlässt, muss uns etwas zufließen: etwas, das uns immer wieder neu und frisch macht; etwas, das Kraft gibt zum Glauben und zum Leben.

Gott sei Dank habe ich Kontakt zu der Quelle des Lebens. Durch meine Taufe. Da bin ich nämlich in den Quellbereich Gottes hinein getauft worden. Ohne mir das irgendwie verdient zu haben. Umsonst. Und meine Taufe war nicht umsonst, weil ich für meine Lebenswanderschaft nun weiß, woher ich komme und wohin ich gehe:

Von Gott und zu Gott, der Quelle des Lebens. Gott lädt alle dazu ein, bei ihm neue Kraft zu schöpfen.

Nehmen Sie Gottes Einladung doch an! An dieser Quelle können Sie sich ausruhen, wenn Sie ausgelaugt sind. Wenn Sie beten, nimmt sich der Schöpfer des Himmels und der Erde Zeit für Sie. Und das täglich: Gott hört mir zu. Er macht mir Mut. Er gibt mir gute Ideen und schenkt mir neue Lebenskraft. Gott stillt meinen Lebensdurst.

Religion für Einsteiger

Wissen wir, wer Gott ist?

Im Alten Testament weicht Jahwe den Fragen der Menschen, wer er denn sei, regelmäßig aus. Als sich Gott dem Mose aus dem brennenden Dornbusch zu erkennen gab und dieser seinen Namen wissen wollte, sagte die Stimme die geheimnisvollen Worte: „Ich werde sein, der ich sein werde“ (Exodus 3,14).

Der jüdische und christliche Respekt vor der Unergründlichkeit Gottes ist im christlichen Mittelalter vollends verloren gegangen. Generationen von Theologen hatten Lexika über die Eigenschaften Gottes geschrieben, Gott vermessen, definiert, kartographiert. Gerade daran entzündete sich der Unmut der Reformatoren. Sie polemisierten gegen Hochschultheologen und Prediger, die erklärten, was genau Gott tut, gegen welche Geldsumme er sich erbarmen lässt, wie das Sünden- und Schuldenkonto der Menschen aussieht, welche Bußübung zu machen und welches Gebet zu sprechen ist, um das Seelenheil wiederzuerlangen. All diese Berechnungen seien sinnlos, sagten die Reformatoren und zitierten dabei aus dem Römerbrief des Apostels Paulus. Gott schenke seine Gnade, ohne dass sie verdient werden müsse. Diese Einsicht hatte nicht nur gravierende Folgen für den Ablasshandel und die Seelsorge. Sie stellte das ganze Gottesbild vom Kopf auf die Füße.

In der Einleitung seines berühmten Buches „Grundbegriffe der Theologie“ von 1521 schreibt Philipp Melanchthon, der Wittenberger Reformer und Freund Martin Luthers, den entscheidenden Satz: „Die Geheimnisse der Gottheit sollen wir lieber anbeten, als sie zu erforschen.“ Gottes Gnade sei unerklärlich und verschwenderisch. Punkt, aus. Ein Gott, der durch Opfer positiv gestimmt werden muss und nur dann den Menschen wohlgesonnen ist, sei nicht der Gott Jesus Christus.