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Gottesdienste

Dezember 17

Gottesdienste können auch einmal vom vorgesehenen Plan abweichen, deswegen auch die wöchentlichen Ankündigungen in den örtlichen Amtsblättern beachten.

 

Gottesdienste in Mariahütte

die Ortsdurchfahrt Nonnweiler ist noch wegen Bauarbeiten gesperrt.

Anfahrt Mariahütte von Hermeskeil aus: Über die Autobahn  A1 - Abfahrt Nonnweiler-Braunshausen nehmen - und dann Richtung Mariahütte fahren.

Evangelische Kirchengemeinde Hermeskeil-Züsch

Die Evangelische Kirchengemeinde Hermeskeil-Züsch ist eine Diasporagemeinde im Hochwald in der Nähe von Trier. Ihre Fläche erstreckt sich über die Verbandsgemeinde Hermeskeil und Teile der Verbandsgemeinde Kell am See in Rheinland-Pfalz und die Gemeinde Nonnweiler im Saarland. Im Bereich der Kirchengemeinde leben etwa 2.500 evangelische Christinnen und Christen.

Anders gesagt: Adventskranz

Der erste Adventskranz war aus einem Wagenrad gemacht. Er wurde mit großen weißen Kerzen geschmückt, für jeden Adventssonntag eine. Dazwischen waren kleine rote Kerzen gesteckt, für jeden Tag in der Woche eine.

Johann Hinrich Wichern hängte diesen Kranz im Betsaal des Rauhen Hauses in Hamburg auf, einem von ihm gegründeten Kinderheim. Dort nahm er Kinder auf, die – wie man heute sagen würde – aus schwierigen sozialen Verhältnissen kamen.

Der Adventskranz im Betsaal zeigte den Mädchen und Jungen, wie lange es noch dauerte bis zum Weihnachtsfest. Zugleich erlebten sie, wie es in der Dunkelheit immer heller wurde. So schenkte Wichern ihnen ein Hoffnungsbild, auch für das eigene Leben.

Jahreslosung 2018

Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers

umsonst. Offenbarung 21,6

Im Dezember

Ich wünsche dir einen Fingerzeig des Himmels,

wenn du den Mut verlierst, ein Wort, 

das die Richtung weist, wenn du nicht weiter kommst,

einen Engel, der dich anstupst,

wenn du verzagt bist und über deinem Weg

einen Stern, der die Hoffnung wach hält

Monatsspruch Dezember 2017

Gott neigt sich zur Erde

Noch sitzen wir in der Finsternis und bereiten uns in den Wochen des Advents auf den himmlischen Besuch vor. Ankündigung und Hoffnung bestimmen diese Zeit, gestärkt durch die Gewissheit, dass Gottes Liebe wie lebensspendendes Licht aufgehen wird.

Theologisch wird hier der letzte Prophet angekündigt, der die Ankunft des Messias, des Retters der Welt begleiten und persönlich erleben wird: Der Priester Zacharias freut sich über die Geburt seines Sohnes Johannes, des künftigen Täufers, der ihm und seiner Frau Elisabeth noch im Alter geschenkt wurde.

Bemerkenswert ist, dass dort, wo der Prophet Jesaia von Gottes Herrlichkeit berichtet (Jesaia 60,2), Zacharias in seinem sinngemäßen Zitat menschliche Gefühle, Sehnsüchte und Vorstellungen benennt: Die Herrlichkeit des Herrn wird zu Gottes herzlicher Barmherzigkeit. Und Gott erscheint auch nicht wie die Sonne, sondern er kommt selber zu Besuch und wird so die Welt erleuchten und seine Menschen auf den Weg des Friedens führen.

Dass Gott als Mensch zu uns kommt, darauf warten wir im Advent, darauf bereiten wir uns in vorweihnachtlicher Freude vor. Gott wird unser Leben hell und friedlich machen, weil er barmherzig nach uns sieht und nicht urteilt, ob wir alles richtig gemacht haben. Seine Liebe ist größer als unser gutes Wollen. Gott neigt sich zur Erde wie das aufgehende Licht aus der Höhe, wird sichtbar, greifbar und heilt, was beschädigt und verfinstert war.

Religion für Einsteiger

Wissen wir, wer Gott ist?

Im Alten Testament weicht Jahwe den Fragen der Menschen, wer er denn sei, regelmäßig aus. Als sich Gott dem Mose aus dem brennenden Dornbusch zu erkennen gab und dieser seinen Namen wissen wollte, sagte die Stimme die geheimnisvollen Worte: „Ich werde sein, der ich sein werde“ (Exodus 3,14).

Der jüdische und christliche Respekt vor der Unergründlichkeit Gottes ist im christlichen Mittelalter vollends verloren gegangen. Generationen von Theologen hatten Lexika über die Eigenschaften Gottes geschrieben, Gott vermessen, definiert, kartographiert. Gerade daran entzündete sich der Unmut der Reformatoren. Sie polemisierten gegen Hochschultheologen und Prediger, die erklärten, was genau Gott tut, gegen welche Geldsumme er sich erbarmen lässt, wie das Sünden- und Schuldenkonto der Menschen aussieht, welche Bußübung zu machen und welches Gebet zu sprechen ist, um das Seelenheil wiederzuerlangen. All diese Berechnungen seien sinnlos, sagten die Reformatoren und zitierten dabei aus dem Römerbrief des Apostels Paulus. Gott schenke seine Gnade, ohne dass sie verdient werden müsse. Diese Einsicht hatte nicht nur gravierende Folgen für den Ablasshandel und die Seelsorge. Sie stellte das ganze Gottesbild vom Kopf auf die Füße.

In der Einleitung seines berühmten Buches „Grundbegriffe der Theologie“ von 1521 schreibt Philipp Melanchthon, der Wittenberger Reformer und Freund Martin Luthers, den entscheidenden Satz: „Die Geheimnisse der Gottheit sollen wir lieber anbeten, als sie zu erforschen.“ Gottes Gnade sei unerklärlich und verschwenderisch. Punkt, aus. Ein Gott, der durch Opfer positiv gestimmt werden muss und nur dann den Menschen wohlgesonnen ist, sei nicht der Gott Jesus Christus.