Sie sind hier:Start

Evangelische Kirchengemeinde Hermeskeil-Züsch

Die Evangelische Kirchengemeinde Hermeskeil-Züsch ist eine Diasporagemeinde im Hochwald in der Nähe von Trier. Ihre Fläche erstreckt sich über die Verbandsgemeinde Hermeskeil und Teile der Verbandsgemeinde Kell am See in Rheinland-Pfalz und die Gemeinde Nonnweiler im Saarland. Im Bereich der Kirchengemeinde leben etwa 2.500 evangelische Christinnen und Christen.

Gottesdienste

Januar - April 2019

Gottesdienste können auch einmal vom vorgesehenen Plan abweichen, deswegen auch die wöchentlichen Ankündigungen in den örtlichen Amtsblättern beachten.

 

Hallo , Frühling...

Der Himmel ist schon zum Genießen.

Nun lass es bitte auch mal sprießen …

Was macht eine Gemeinde aus?

Eine Ortsgemeinde ist zunächst ein Stück Heimat. Wenn Dorfbewohner in Brandenburg und Mecklenburg ihre Kirche retten, obwohl sie selbst keiner Kirche angehören, geht es ihnen um mehr als nur ein Gebäude. Wer den Kirchturm aus der Ferne sieht, kommt heim. Die Kirche steht für die kulturelle Identität: wie man heiratet, Kinder tauft, erwachsen wird, die Toten bestattet und die Gräber pflegt. Auf ähnliche Weise verbinden Kirchengemeinden die Menschen auch weltweit. Wer ein paar Jahre im Ausland verbringt, sucht oft Anschluss in der Auslandsgemeinde. Im Gottesdienst singt man vertraute Lieder und trifft Menschen, die die eigene Sprache sprechen und die gleichen Umgangsformen haben. Kirchengemeinden bestätigen Menschen aber nicht nur in dem, wie sie sind. Gute Pastoren regen in ihren Predigten dazu an, grundsätzlich über das eigene Leben nachzudenken. Sie zeigen, dass das Leben mehr bereithält, als der eintönige Alltag herzugeben scheint: die Botschaft von der Liebe Gottes, die einen auch in großer Not tragen kann. Im Zentrum aller Kirchengemeinden steht der sonntägliche Gottesdienst. Da kann man schon mal den Eindruck haben, es kämen vor allem die, die um diese Zeit sonst niemanden haben, die Aufmunterung, Trost und Gesellschaft suchen. Während andere lieber ausschlafen – und selten zum Sonntagsgottesdienst kommen. Nach Katastrophen, Attentaten oder schlimmen Unfällen trauen aber die meisten Deutschen es immer noch den Kirchen zu, ihrem Entsetzen Ausdruck zu verleihen. Eines sollten Kirchengemeinden auf keinen Fall sein: in sich verschlossene religiöse Gruppen. Wie ihre jüdischen Vorfahren empfanden schon die ersten Christen ihre gemeinsamen Feiern nicht als „religiösen Kult“ (griechisch: „thiasos“), sondern als „ekklesia“. Das grie­chische Wort für Kirche geht auf das Verb „ek-kalein“ zurück, „herausrufen“ – nämlich aus den Privathäusern in die öffentliche Versammlung.

Monatsspruch April 19

Jesus weist einen Weg

Abschiedsmomente, unwiderruflich. Überschrieben mit einem großen: Nie wieder. Nie wieder einander in die Augen sehen. Nie wieder Worte wechseln. Fragen, die ohne Antwort bleiben. Was bleibt? Wohin mit der Liebe, die noch gelebt werden wollte und will? Wohin mit den Worten, die gesagt werden und den Gesten, die gezeigt werden wollen. Das Matthäusevangelium führt vor Augen, wie Jesus Abschied nimmt. Da ist es, als tröste er seine Jünger, bevor er sie für immer verlässt. Das wird ihre Trauer nicht verschwinden lassen. Sie lässt sich ja nicht überspringen. Aber Jesus weist einen Weg, wie sie sich überleben lässt. Ich bleibe, sagt er, auch, wenn ich gehe. Auf eine andere Weise bin ich dann nah. Bin da, wenn ihr miteinander esst und euch erinnert an mich. Und eure liebevollen Worte, eure zärtlichen Gesten: sie müssen nicht ins Leere gehen. Sie werden in euch wachsen und dann warten andere Menschen auf sie. Manches Mal habe ich schon gespürt, wie ein Mensch nah ist, auch, wenn er gegangen ist. Was er mir bedeutet hat, bleibt in mir. Immer noch kann ein Wort trösten, das er gesagt hat. Immer noch spüre ich seine Hand stärkend auf meiner Schulter. Dann ist es, als sei er noch einmal da. „Ich bin bei euch alle Tage“: Der Himmel, den Jesus mit sich brachte, bleibt. Mitten unter uns. Tröstend und stärkend. Er ist darauf angewiesen, dass wir ihn mit Worten und Gesten weitertragen. Bis an das Ende der Welt. Tina Willms „Der Himmel, den Jesus mit sich brachte, bleibt. Mitten unter uns. Tröstend und stärkend. Er ist darauf angewiesen, dass wir ihn mit Worten und Gesten weitertragen. Bis an das Ende der Welt.“

Im April

Passionszeit / 7 Wochen Ohnen

Die Fastenaktion der evangelischen Kirche

Fast zwei Drittel der Deutschen glauben, auf Fragen wie „Hat es geschmeckt?“ oder „Wie sehe ich aus?“ dürfe man mit einer Lüge antworten. Das ergab eine Umfrage. Gefälligkeitslügen nennt man das, und meist geht es darum, die gute Stimmung zu halten und eine Konfrontation zu vermeiden. Was denken Sie darüber? Gilt das achte Gebot unbedingt? Auch dann, wenn ich anderen mit der Wahrheit vielleicht weh tue oder gar schade?

Mit der Fastenaktion „Mal ehrlich! Sieben Wochen ohne Lügen“ widmen wir uns dem Umgang mit der Wahrheit. Nicht unbedingt so wie der Journalist, der einmal – als Experiment – 40 Tage lang schonungslos ehrlich war und dabei seine Kollegen beleidigte, seine Frau verprellte und seinen besten Freund verriet. Aber auch wir werden öfter mal die Komfortzone verlassen. Wir wollen gemeinsam danach suchen, was die Wahrheit eigentlich ist und wie wir sie erkennen. Wir werden versuchen, uns selbst nicht zu belügen und mit anderen ehrlich zu sein.

Wir sollten auch über Wahrhaftigkeit nachdenken. Und darüber, wann man für die Wahrheit streiten muss. In den sieben Wochen bis Ostern können wir vielleicht auch Gottes Wahrheit näherkommen – und dabei auch uns selbst. Machen Sie sich mit uns auf den Weg!

Jahreslosung 2019

Nicht entmutigen lassen!

Lebensglück und Frieden gehören aufs Engste zusammen. Wo dagegen Streit und Unfriede herrschen, blicken wir in wutverzerrte und hasserfüllte Gesichter. In besonders tragischen Fällen sind sogar Gut und Leben bedroht. Deshalb wirbt Psalm 34: „Wer ist‘s, der Leben begehrt und gerne gute Tage hätte?“ Und empfiehlt: „Suche Frieden und jage ihm nach!“ Dieser Zusammenhang wird übrigens vom neutestamentlichen 1. Petrusbrief (1. Petrus 3,10–11) wortgetreu aufgegriffen. Von zentraler Bedeutung sind die Worte von Jesus: „Selig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen“ (Matthäus 5,9).

Trotzdem werden Menschen, die sich für ein friedliches Miteinander einsetzen, von manchen für naiv gehalten und als „Gutmenschen“ beschimpft. Mögen sich diese Lebensklugen nicht entmutigen lassen! Der Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela (1918–2013) sagte: „Niemand wird geboren, um einen anderen Menschen zu hassen. Menschen müssen zu hassen lernen und wenn sie zu hassen lernen können, dann kann ihnen auch gelehrt werden zu lieben, denn Liebe empfindet das menschliche Herz viel natürlicher als ihr Gegenteil.“

Mir leuchten diese Worte ein und ich betrachte mein Leben und meine Beziehungen wie in einem Spiegel: Wo hege ich einen Groll gegen einen Mitmenschen? Was kann ich zur Besserung beitragen? Lebe ich in Unfrieden mit mir selbst? Habe ich Misstrauen gegen Gott? Ich will dem Leben nachjagen!

Die letzte Ruhe.

Über Beerdigungen spricht keiner gern.

Dabei gibt es viel zu klären.

Weitere Antworten finden sie hier.