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Evangelische Kirchengemeinde Hermeskeil-Züsch

Die Evangelische Kirchengemeinde Hermeskeil-Züsch ist eine Diasporagemeinde im Hochwald in der Nähe von Trier. Ihre Fläche erstreckt sich über die Verbandsgemeinde Hermeskeil und Teile der Verbandsgemeinde Kell am See in Rheinland-Pfalz und die Gemeinde Nonnweiler im Saarland. Im Bereich der Kirchengemeinde leben etwa 2.500 evangelische Christinnen und Christen.

Gottesdienste

Oktober 2017

Gottesdienste können auch einmal vom vorgesehenen Plan abweichen, deswegen auch die wöchentlichen Ankündigungen in den örtlichen Amtsblättern beachten.

 

Gottesdienste in Mariahütte

die Ortsdurchfahrt Nonnweiler ist noch wegen Bauarbeiten gesperrt.

Anfahrt Mariahütte von Hermeskeil aus: Über die Autobahn  A1 - Abfahrt Nonnweiler-Braunshausen nehmen - und dann Richtung Mariahütte fahren.

Reformation

Lieder der Reformation

Herr Christ, der einig Gotts Sohn,
Evangelisches Gesangbuch Nr. 67

 

Herr Christ, der einig Gotts Sohn, Vaters in Ewigkeit,

aus seim Herzen entsprossen, gleichwie geschrieben steht,

er ist der Morgensterne, sein Glänzen streckt er ferne

vor andern Sternen klar.

Für uns ein Mensch geboren im letzten Teil der Zeit,

dass wir nicht wärn verloren vor Gott in Ewigkeit,

den Tod für uns zerbrochen, den Himmel aufgeschlossen,

das Leben wiederbracht.

Das Lied wurde von Elisabeth Cruciger (ca. 1500-1535) getextet. Folgende Begebenheit ist von der ehemaligen Nonne, die den evangelischen Theologen Caspar Cruciger geheiratet hat, überliefert: Einmal habe sie geträumt, dass sie in der Kirche zu Wittenberg gepredigt hätte - was damals für Frauen völlig undenkbar war. Diesen Traum habe sie ihrem Mann erzählt. Und: „Ihr Eheherr habe dies auf ihre Lieder bezogen und mit lachendem Mund gesagt: Vielleicht will euch der liebe Gott für würdig erachten, dass eure Gesänge, mit denen ihr zu Hause immer umgeht, in der Kirche gesungen werden.“

Tatsächlich wird ein Lied von ihr bis heute gesungen: „Herr Christ, der einig Gotts Sohn“ (EG 67). Einprägsam bringt es die reformatorische Theologie mit den so genannten vier „Soli“ auf den Punkt. „Solus“ ist lateinisch und heißt auf Deutsch: „allein“. „Solus Christus!“ Allein bei ihm und durch ihn finden wir das Heil. Es gibt keine anderen Heilsvermittler, weder Papst noch Heilige. Die zweite reformatorische Erkenntnis findet sich in der Formulierung „gleichwie geschrieben steht“. Alles was die Reformatoren lehren, lässt sich anhand der Bibel nachprüfen. „Sola scriptura!“ Allein die Schrift - und nicht noch menschliche Satzungen und Traditionen.

„Sola fide!“ ist die dritte reformatorische Erkenntnis: Allein im Glauben wird das Miteinander mit Gott erlebt und ausgelebt. Ich kann und muss mir Gottes Zuneigung nicht erarbeiten. Vielmehr hat Gott mich erwählt aus reiner Gnade. Schließlich: „Sola gratia!“ Allein aus Gnade sind wir Gottes Kinder, unverdient. Gottes Gnade und Güte arbeiten an uns, dass wir im Glauben wachsen.

Martin Luther hat oft gesagt, dass wir unseren „alten Adam“ Tag für Tag ersäufen müssen. Er hat damit gemeint, dass wir nicht bei uns selbst stehen bleiben sollen, sondern uns immer wieder von Gott ins Weite führen lassen.

Religion für Einsteiger

Woran merke ich, dass ich glaube?

Glauben und religiöses Wissen sind zwei grundverschiedene Dinge. Man kann Kenntnisse über Religion haben und trotzdem keine persönliche Beziehung zum Glauben. Religiöses Wissen kann man auswendig lernen, Glauben aber ist eine Lebenseinstellung. Sie hat damit zu tun, sich selbst und sein eigenes Leben als Geschenk zu sehen, zudem mit der selbstkritischen Einsicht, dass die eigenen Kräfte und Möglichkeiten begrenzt sind. Religionswissen und Glauben sind so unterschiedlich wie Kopf und Herz, Verstand und Psyche. Oder auf die Uni-Fächer übertragen: wie Religionswissenschaft und Theologie.

Woran merke ich, dass ich glaube? Das kann nur jeder für sich selbst beantworten. Aber es gibt Gegenindizien: Sehe ich mein Leben nur als Ergebnis meiner Leistungen, Strategien, Fähigkeiten? Auch der Wunsch, über andere Menschen zu herrschen oder alles zu kontrollieren, passt kaum zur religiösen Einsicht, dass man sich selbst anderen verdankt – Menschen und Gott.

Die Antwort auf die Frage, „Woran merke ich, dass ich glaube?“, ist paradox. Sie lautet: Wenn du glaubst, wirst du es wissen, spüren. Wenn du die Erfahrung machst, dass du um deiner selbst willen geschätzt wirst, muss du es dir nicht täglich sagen lassen und beweisen.

Es ist ähnlich wie bei der Liebe. Woran merkt man, dass man liebt und geliebt wird? Etwa weil Hormonspiegel und Herzfrequenz bestimmte Messwerte erreichen? Woran merkt man, dass das Leben gelingt? Etwa weil Arbeitszeit und Pkw-Klasse stimmen? All das kann Glück und Lebenssicherheit beflügeln, aber nicht erklären.

Und der Glaube? Der große Unterschied ist eigentlich ganz klein. Es ist die Bereitschaft, sich selbst als umsorgt, als beschützt zu sehen. „Um nichts macht euch Sorge, sondern bringt eure Bitten jederzeit betend und flehend mit Dank vor Gott. Und der Friede Gottes, der alles Begreifen übersteigt (!), wird eure Herzen und eure Gedanken in der Gemeinschaft mit Christus Jesus bewahren.“ Eine gelungene Zusammenfassung des biblischen Autors Paulus (Philipper-Brief 4,4-7).

Sonntagskaffee in Züsch

Die nächsten Termin für den Sonntagskaffee stehen wie folgt fest: Sonntag..., 24.September, 22.Oktober - ab 15:00Uhr / kath. Pfarrheim Züsch.