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Evangelische Kirchengemeinde Hermeskeil-Züsch

Die Evangelische Kirchengemeinde Hermeskeil-Züsch ist eine Diasporagemeinde im Hochwald in der Nähe von Trier. Ihre Fläche erstreckt sich über die Verbandsgemeinde Hermeskeil und Teile der Verbandsgemeinde Kell am See in Rheinland-Pfalz und die Gemeinde Nonnweiler im Saarland. Im Bereich der Kirchengemeinde leben etwa 2.500 evangelische Christinnen und Christen.

 

 

Im Mai

Monatsspruch Mai 2018

Gäste und Gespräche beflügeln

Wer sich auf eine ablehnende Haltung eingeschossen hat, der öffnet weder Türen noch Herzen. Es sei denn, er selbst erlebt Gastfreundschaft, ist vielleicht sogar als Gast auf helfende Hände und Ideen angewiesen.

Ich weiß, oft vergessen wir solche Erlebnisse oder halten sie für guten Service am Urlaubsort, den wir ja schließlich bezahlt haben. Manchmal staune ich auch darüber, dass ich bei meinen, nun schon erwachsenen Kindern erlebe, dass völlig unkompliziert das Haus voller Gäste ist, Matratzen auf dem Boden verteilt werden und die Küche von Gesprächen und Essensdüften erfüllt ist. Hatte ich doch schon den Eindruck, dass das ständig volle Pfarrhaus die Kinder eingeschränkt hat. Keineswegs, hörte ich später, im Gegenteil: So wollen wir auch Freundschaften pflegen und Bekanntschaften entdecken!

„Vergesst die Gastfreundschaft nicht; denn durch sie haben einige, ohne es zu ­ahnen, Engel beherbergt“: Mag sein, dass dieser biblische Text (Hebräer 13,2) keine Anleitung für Familien- und Freundschaftspflege ist, aber wer die Tür nicht für Bekanntes öffnet, wer sich einigelt, der wird wohl kaum Fremdem Zutritt in Haus und Herz gestatten.

Ob da auch ein Engel in unserer Wohnung zu Besuch war, weiß ich gar nicht so genau. Jedenfalls haben uns Gäste und die Gespräche mit ihnen beflügelt, und in deren Abwesenheit fliegen manche Gedanken, Telefonate oder Gebete hin und her.

Die aktuelle Grafik

Stellenausschreibung Gemeindepädagogin

Die Evangelische Kirchengemeinde Saarburg sucht eine/n

Gemeindepädagogin / Gemeindepädagogen, Diakon/Diakonin oder Sozialpädagoge/Sozialpädagogin  (75%Stellenanteil, 29,25 Std./Woche, befristet bis zum 31.12.2019) für die Arbeit als Gemeindepädagoge/Gemeindepädagogin in der Region Hunsrück/Saar (ev.  Kirchengemeinden HermeskeilZüsch, Saarburg und Konz-Karthaus) des Ev. Kirchenkreises Trier. Es sind evangelische Kirchengemeinden in der Diaspora Die Stelle wird voraussichtlich zum  1. Oktober für die Arbeit im Kirchenkreis Trier auf 100% befristet aufgestockt werden. 

Die Arbeit als Gemeindepädagoge/Gemeindepädagogin der Region umfasst folgende Aufgaben: - Begleitung der Konfirmandenarbeit in den drei Kirchengemeinden - Organisation, Vorbereitung und Begleitung des jährlichen gemeinsamen 5-tägigen Konficamps  - Begleitung der Jugendarbeit in den drei Gemeinden und weiterer Aufbau des gemeinsamen Jugendteams für die Konfirmandenarbeit - Eigenständige Gestaltung von Jugendgottesdiensten im Jahr - Leitung einer Kinderfreizeit mit der Jugendreferentin des Kirchenkreises Trier - Aus- und Weiterbildung von Jugendlichen im Rahmen der Jugendleiterausbildung (in Zusammenarbeit mit dem Kirchenkreis) - Durchführung eines Trainée – Kurses (zur Vorbereitung auf einen Juleica-Kurs) - Arbeit an der gemeinsamen Konzeption der Jugendarbeit in der Region - Begleitung und Leitung der regelmäßigen Angebote von zwei Kindergruppen

Für den Kirchenkreis Trier kommen ggfls. ab Oktober folgende Aufgaben dazu: - Organisation, Durchführung und Nachbereitung von Medienprojekten - Sonstige zeitlich begrenzte Projekte in den Bereichen Jugend und Ehrenamt - Vertretung in jugendpolitischen Gremien - Arbeit an Konzeptionen

Wir erwarten eine aus Ihrem Lebenslauf erkennbare kirchliche Sozialisation oder religionspädagogische Qualifikation sowie Mitgliedschaft in der Evangelischen Kirche. Die Eingruppierung erfolgt entsprechend den persönlichen Voraussetzungen bis zur Entgeltgruppe 10 BAT-KF.

Für Rückfragen wenden Sie sich gerne an:  Pfarrer Peter Winter  Telefon: (06581) 2397 Mail: johannpeter.winter@ekir.de

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung an:  Ev. Kirchengemeinde Saarburg  Schlossberg 11 54439 Saarburg saarburg@ekir.de

Informationen zu den Kirchengemeinden und dem Kirchenkreis finden sie unter: www.evangelische-kirchengemeinde-saarburg.de // www.evangelisch-konz.de // www.ekhz.de // www.ekkt.de 

Religion für Einsteiger

Muss man dem Gewissen folgen?

Die Gewissensfreiheit dient dem Schutz der Persönlichkeit. Diese soll sich innerlich nicht entzweien, sich treu bleiben können, auch wenn sie sich von anderen bedrängt fühlt. Geht es darum, das Leben zu schützen, dann leuchtet die Berufung auf das eigene Gewissen schnell ein. Ein Major der Bundeswehr will keine Software entwickeln, die im Irakkrieg eingesetzt wird. Männer verweigern den Kriegsdienst. Eine Biologiestudentin weigert sich, Tiere zu sezieren, die eigens für ihr Studium getötet wurden. Kommentare zum Grundgesetz erklären eine Gewissensentscheidung als ernste (!) sittliche Entscheidung, die der Einzelne als unbedingt bindend versteht, so dass er sie nicht ohne Gewissensnot umstoßen kann.

Wer sich auf eine Gewissensentscheidung beruft, muss auch bereit sein, darüber Auskunft zu geben. So klar und konsequent wie Martin Luther 1521 vor dem Reichstag zu Worms, so möchten viele sein. Luther erklärte dort, er könne seine reformatorischen Schriften nicht widerrufen, denn die Bibel verpflichte ihn zu seiner Haltung. Die Gewissensfreiheit, die Luther in Anspruch nahm, ist allerdings eine andere als die, die neuzeitliche Verfassungen wie die der Paulskirche von 1848 oder der Artikel 4 des Grundgesetzes garantieren. Für Luther war das Gewissen die innere Instanz, die über seine Treue zu Gottes Wort wacht. Zwar kann man Luther als Wegbereiter der heutigen Gewissensfreiheit bezeichnen, aber eine Gewissens- oder die Religionsfreiheit im heutigen Sinn zu fordern, war außerhalb seiner Vorstellungswelt.

Für den Umgang mit verbohrten Haltungen empfiehlt der Apostel Paulus: Schont die Menschen, die sich von rigiden Normen bestimmen lassen! Wer das (irrende) Gewissen eines anderen bedrängt und dadurch verletzt, versündigt sich gegen Gott! (1. Korinther 8). Im konkreten Fall ging es um den umstrittenen Verzehr des Fleisches, das in einem heidnischen Tempel übrig geblieben war. Ganz grundsätzlich geht es um mehr: um Respekt und Liebe, die weiter trägt als alles Besserwissen.

Die letzte Ruhe.

Über Beerdigungen spricht keiner gern.

Dabei gibt es viel zu klären.

Weitere Antworten finden sie hier.