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Evangelische Kirchengemeinde Hermeskeil-Züsch

Die Evangelische Kirchengemeinde Hermeskeil-Züsch ist eine Diasporagemeinde im Hochwald in der Nähe von Trier. Ihre Fläche erstreckt sich über die Verbandsgemeinde Hermeskeil und Teile der Verbandsgemeinde Kell am See in Rheinland-Pfalz und die Gemeinde Nonnweiler im Saarland. Im Bereich der Kirchengemeinde leben etwa 2.500 evangelische Christinnen und Christen.

Gottesdienste

Februar 2018

Gottesdienste können auch einmal vom vorgesehenen Plan abweichen, deswegen auch die wöchentlichen Ankündigungen in den örtlichen Amtsblättern beachten.

 

Gottesdienste in Mariahütte

die Ortsdurchfahrt Nonnweiler ist bis auf Weiteres wieder frei.

Stellenausschreibung Gemeindepädagogin

Die Evangelische Kirchengemeinde Saarburg sucht zum 1. April 2018 oder später eine/n

Gemeindepädagogin / Gemeindepädagogen, Diakon/Diakonin oder Sozialpädagoge/Sozialpädagogin  (75%Stellenanteil, 29,25 Std./Woche, befristet bis zum 31. 12.2019) für die Arbeit als Gemeindepädagoge/Gemeindepädagogin in der Region Hunsrück/Saar (ev.  Kirchengemeinden HermeskeilZüsch, Saarburg und Konz-Karthaus) des Ev. Kirchenkreises Trier. Es sind evangelische Kirchengemeinden in der Diaspora Die Stelle wird voraussichtlich zum  1. Oktober für die Arbeit im Kirchenkreis Trier auf 100% befristet aufgestockt werden. 

Die Arbeit als Gemeindepädagoge/Gemeindepädagogin der Region umfasst folgende Aufgaben: - Begleitung der Konfirmandenarbeit in den drei Kirchengemeinden - Organisation, Vorbereitung und Begleitung des jährlichen gemeinsamen 5-tägigen Konficamps  - Begleitung der Jugendarbeit in den drei Gemeinden und weiterer Aufbau des gemeinsamen Jugendteams für die Konfirmandenarbeit - Eigenständige Gestaltung von Jugendgottesdiensten im Jahr - Leitung einer Kinderfreizeit mit der Jugendreferentin des Kirchenkreises Trier - Aus- und Weiterbildung von Jugendlichen im Rahmen der Jugendleiterausbildung (in Zusammenarbeit mit dem Kirchenkreis) - Durchführung eines Trainée – Kurses (zur Vorbereitung auf einen Juleica-Kurs) - Arbeit an der gemeinsamen Konzeption der Jugendarbeit in der Region - Begleitung und Leitung der regelmäßigen Angebote von zwei Kindergruppen

Für den Kirchenkreis Trier kommen ggfls. ab Oktober folgende Aufgaben dazu: - Organisation, Durchführung und Nachbereitung von Medienprojekten - Sonstige zeitlich begrenzte Projekte in den Bereichen Jugend und Ehrenamt - Vertretung in jugendpolitischen Gremien - Arbeit an Konzeptionen

Wir erwarten eine aus Ihrem Lebenslauf erkennbare kirchliche Sozialisation oder religionspädagogische Qualifikation sowie Mitgliedschaft in der Evangelischen Kirche. Die Eingruppierung erfolgt entsprechend den persönlichen Voraussetzungen bis zur Entgeltgruppe 10 BAT-KF.

Für Rückfragen wenden Sie sich gerne an:  Pfarrer Peter Winter  Telefon: (06581) 2397 Mail: johannpeter.winter@ekir.de

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung bis zum 15. Februar 2018 an:  Ev. Kirchengemeinde Saarburg  Schlossberg 11 54439 Saarburg saarburg@ekir.de

Informationen zu den Kirchengemeinden und dem Kirchenkreis finden sie unter: www.evangelische-kirchengemeinde-saarburg.de // www.evangelisch-konz.de // www.ekhz.de // www.ekkt.de 

Die Fastenaktion der evangelischen Kirche

Ich bin in einem Verein, in dem meiner Meinung nach einiges schiefläuft. Ob ich das in der nächsten Versammlung ansprechen soll? Mein Freund Jan meint: „Lass es!“ Der Vorstand könne es auf den Tod nicht leiden, wenn jemand Diskussionen anzettle. Natürlich hat er recht, aber soll ich deshalb schweigen? Unser Fastenmotto 2018 ist eindeutig. Es heißt „Zeig dich! Sieben Wochen ohne Kneifen“. Denn: Debatten sind lästig, aber ohne Rede und Gegenrede kommt eine Gemeinschaft nicht weiter. Zeig dich! Das fiel einem Mönch namens Martin Luther vor 500 Jahren nicht unbedingt leicht. Er rang sich durch. Und vor ihm viele andere, wie die Bibelstellen zeigen, die wir für die Fastenzeit ausgewählt haben: Gott zeigt sich jenen, die mit ihm, also mit der Wahrheit ringen wie Jakob. Und er zeigt sich in den Menschen, die mitfühlend sind, anderen helfen wie der barmherzige Samariter. Zu zeigen, dass man liebt, das kann man von der Frau lernen, die Jesus mit kostbarstem Nardenöl salbt. Dass wir nicht kneifen sollen, wenn wir einen Fehler gemacht haben, zeigt wiederum der Schöpfergott dem nackten Adam, der sich mit schlechtem Gewissen vor ihm versteckt. Widerstände von außen überwindet der blinde Bettler, der voller Hoffnung nach Jesus ruft. „Ich kenne den Menschen nicht“, sagt ein gewisser Simon Petrus drei Mal, als er auf den verhafteten Jesus angesprochen wird. Ja, er kneift. Wie Jona, der erst im Bauch des Walfisches nicht mehr vor Gott und vor sich wegrennen kann.

Und ich? Ich werde mich in der Jahreshauptversammlung zu Wort melden. Und wünsche Ihnen eine Fastenzeit mit offenen Augen und offenem Visier!

Im Februar

Ich wünsche dir Menschen, bei denen du deine Masken

fallen lassen kannst.

Menschen, die dich nehmen, so, wie du bist.

Ungeschminkt, mit den Makeln, die dich menschlich machen,

mit den Spuren und Blessuren, die das Leben hinterlässt.

Ich wünsche dir Menschen, in denen die Liebe Gottes

dir entgegen kommt.

Monatsspruch Februar 2018

Gott geht immer mit Dir

Lina weiß nicht, was sie machen soll. Eigentlich steht ihr nach der Schule die ganze Welt offen. So haben es die Lehrer immer gesagt. Aber für welchen Beruf soll sie sich jetzt entscheiden? Oder soll sie erst für ein Jahr ins Ausland gehen? Lina hat Angst, dass sie sich auf eine Richtung festlegt, die ihr später einmal nicht gefällt.„Liebe Lina“, schreibt ihr der Großvater in einer E-Mail: „Zwar bin ich Pastor, aber ich kann leider nicht hellsehen und weiß nicht, was die Zukunft bringt. Ich weiß nur, dass Du mit lauter Grübeln nicht weiterkommst. Du musst es ausprobieren. Das Gute ist, dass Du im Vertrauen auf Gott Deinen Start wagen kannst. Er geht mit Dir. Mit ihm kannst Du alles besprechen.“ „Aber woher soll ich denn wissen, was Gott konkret mit mir vorhat?“, fragt Lina. Großvater: „Gott redet auf drei Arten mit uns. Er redet mit uns durch das Wort der Bibel, durch unser Herz und durch unsere besondere Geschichte, die er ja schon mitgeschrieben hat. Also, welchen Beruf würdest Du denn am liebsten machen? Stehen Dir dafür – nach menschlichem Ermessen – die Gaben und Möglichkeiten zur Verfügung? Und schließlich: Stehen Deine Über­legungen mit Gottes Geboten im Einklang? Vor allem mit: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ „So einfach soll das sein?“, fragt Lina. Großvater: „Ich weiß, dass es nicht einfach ist. Aber nun musst Du keine Angst mehr haben, dass Du etwas falsch machst.“

 

 

Religion für Einsteiger

Was zeichnet einen Christen aus?

Zweieinhalb Jahre nach dem Abitur hockt der Sohn noch immer zu Hause herum – einen Plan, wie es weitergehen soll, hat er nicht. Immer wieder kommt es zum Streit mit den Eltern. Allein aus Gnade wird der Mensch vor Gott gerecht – ohne dass er irgendetwas dazu tun könnte. Für die Reformatoren war das eine befreiende Erkenntnis. Ihnen ging es darum, beim Jüngsten Gericht zu den Guten gezählt zu werden, zu den Gerechten. Das könne sich aber niemand aus eigener Kraft verdienen. Aus Sicht der verärgerten Eltern erscheint diese Behauptung völlig unpassend. Ihr Sohn lässt die besten Jahre seines Lebens verstreichen. Da wirkt die Botschaft, er könne zu seinem persönlichen Heil gar nichts tun, doch bestimmt kontraproduktiv. Aber tut sie das wirklich?

„Gnade“ klingt gönnerhaft. Gemeint ist aber etwas sehr Menschliches: dass niemand auf seine Verdienste reduziert werden darf; darauf, wie er oder sie anderen nützt oder wie viel er oder sie leistet. Ebenso wenig auf das, was jemand noch nicht leisten kann oder wo er oder sie Mist gebaut hat. Man muss die Person von dem unterscheiden, was sie tut oder unterlässt, von ihrem „Werk“. Diese protestantische Unterscheidung hat sogar Eingang ins moderne Recht gefunden. Verfolgt und bestraft werden gesetzeswidrige Taten. Unabhängig davon behält jeder Mensch seine unveräußerliche Würde. Was zeichnet einen Christen aus? Dass er daran glaubt und festhält. Natürlich ist für Christen auch anderes wichtig: Nächstenliebe, Demut, ein Gerechtigkeitssinn. Aber „immer soll dem Glauben vor der Liebe der Vorrang zukommen“, resümiert der Reformator Philipp Melanchthon am Ende seines Glaubenskompendiums, der „Loci Communes“ von 1521. Wer weiß: Vielleicht kann man selbst ja auch nicht mehr als andere lieben. Vielleicht ist man selbst auch nicht sonderlich demütig. Oder urteilt vorschnell und ungerecht. Dann ist es gut zu wissen: Nicht weil jemand toll ist, steht er gut vor Gott da. Sondern weil Gott ihn liebt.