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Evangelische Kirchengemeinde Hermeskeil-Züsch

Die Evangelische Kirchengemeinde Hermeskeil-Züsch ist eine Diasporagemeinde im Hochwald in der Nähe von Trier. Ihre Fläche erstreckt sich über die Verbandsgemeinde Hermeskeil und Teile der Verbandsgemeinde Kell am See in Rheinland-Pfalz und die Gemeinde Nonnweiler im Saarland. Im Bereich der Kirchengemeinde leben etwa 2.500 evangelische Christinnen und Christen.

Gottesdienste

IV. Quartal 2018

Gottesdienste können auch einmal vom vorgesehenen Plan abweichen, deswegen auch die wöchentlichen Ankündigungen in den örtlichen Amtsblättern beachten.

 

Die Ortsdurchfahrt Nonnweiler nach Mariahütte wird zurzeit über die Ringstraße umgeleitet.

Können wir uns einen Reformations-Feiertag leisten?

Das lohnt sich!

Bevor man etwas in Angriff nimmt, fragt man sich meist: Lohnt sich das? Bei einem Fest ist die Antwort eigentlich immer: Ja! Denn man kann ja schlecht die Ausgaben für die Party und die Gründe für die Feier gegeneinander aufrechnen. Wie will man denn den Gegenwert für den Anlass, einen Geburtstag zum Beispiel, beziffern? Oder wie die Freude, die es macht, gemeinsam eine schöne Zeit zu verbringen? Man kann höchstens zu dem Schluss kommen, dass man es sich prinzipiell nicht leisten kann (oder will), zu feiern.

So wie die Arbeitgeberverbände, die gegen die Einführung des Reformationstags als gesetzlicher Feiertag in mehreren Bundesländern im Norden Deutschlands sind. Sie warnen vor sinkenden Gewinnen und steigenden Lohnkosten und Güterpreisen. In den Ruin stürzen würde ein solcher Feiertag aber niemanden, das haben Wirtschaftsforscher festgestellt. Und es ist auch unklug, alles zuerst nach den Kriterien der Wirtschaftlichkeit zu beurteilen! Es gibt Dinge, die sind schlicht unbezahlbar, wie in der Kreditkartenwerbung. Zur Not bringen wir auch was mit auf die Party.

Monatsspruch Oktober 2018

Gott blickt tief ins Herz hinein

Viele Wünsche sind tief in unseren Herzen vergraben. Sehnsüchte finden nur selten den Weg auf die Lippen. Noch seltener werden sie zu verständlichen Worten – eher zu Seufzern oder einem tiefen Atemholen. Das ist unverständlich und doch befreiend. Innere Geheimnisse verraten wir nur wenigen vertrauten Menschen.

Doch was ist, wenn es solche Freundschaften nicht mehr gibt? Wer hört und versteht die Seufzer einsamer Menschen? Gott versteht sie, weiß der Beter des Psalms. Gott blickt tief ins Herz hinein, das unsere Sehnsüchte und Leidenschaften birgt.

Und Gott kennt auch die dunklen Ecken, die schwer zu tragenden Geheimnisse, die Sünden, die den Beter wie eine schwere Last krumm und gebückt gehen lassen. Einsamkeit, heißt es, sei eine Krankheit unserer Zeit, in der Menschen andere nicht brauchen, weil sie alles alleine können und machen. So lange, bis sie niemanden mehr kennen und selber nicht mehr gekannt werden.

Erschreckend ist daran, dass bereits junge Menschen so vereinsamen. Was nicht weiter auffällt, weil sie ihr Sehnen nicht zeigen und ihr Seufzen niemand hört. Doch sie alle bleiben erfüllt von der Sehnsucht danach, dass das Leben wieder gut wird mit sozialen Bindungen, dass sie wieder Freunde finden oder in eine Familie zurückkehren.

Wo sind Himmel und Hölle?

Wo genau ist eigentlich der Himmel? Mit dem Hinweis auf die Wolken ist diese Frage nicht erschöpfend behandelt. Und doch zeigen Wandgemälde des Mittelalters und der Renaissance Gott als Richter am blauen Firmament, hoch über der Welt schwebend. Er ruft die Menschen, die sich im Leben bewährt haben, für immer an seine Seite. Wer im Jüngsten Gericht hingegen verurteilt wird, muss mit dem Schlimmsten rechnen: dem Absturz in den feurigen Untergrund – so die biblisch-apokalyptische und mittelalterliche Verkündigung.

Dante Alighieri, Italiens größter Dichter, hat in seiner „Göttlichen Komödie“ Anfang des 14. Jahrhunderts die Hölle in ihrer ganzen Vielfalt ausgemalt und nicht nur Kleriker und Politiker hineingesteckt, sondern auch den Propheten Mohammed, dessen Körper von Teufeln zerfetzt und immer wieder neu zusammengesetzt wird. Auch der Koran spart nicht mit Drohungen: Sündige Muslime müssen in der Hölle kochendes Wasser trinken.

In den Reden Jesu gibt es zwar Anknüpfungspunkte für Höllenvorstellungen, aber keine dezidierte Höllentheologie oder gar Ortsbeschreibungen des Infernos. Am Ende der Welt, so heißt es zum Beispiel im Matthäusevangelium (Kapitel 13,42f.), werden Engel die bösen Menschen von den Gerechten trennen.

Die Bösen werden dann in einen Feuerofen geworfen, „dort wird Heulen und Zähneklappern sein“. Und über das Weltgericht heißt es: Nach dem Urteilsspruch werden die Verfluchten mit dem Teufel und seinen Helfern ins „ewige Feuer“ geworfen (Kapitel 25,41).

Karl Barth (1886–1968), der Basler Theologieprofessor, betonte immer wieder, wie wichtig es sei, gerade die gütigen Seiten Gottes in den Blick zu nehmen, seine Gnade wichtiger zu nehmen als die Botschaft vom Gericht. Er riet den Christen, die Hölle nicht interessanter zu machen als den Himmel. Das würde er, auch angesichts des religiösen Fundamentalismus aller Art, heute kaum anders formulieren.

Im November

Ich wünsche dir, dass du immer wieder
das kleine Wort DANKE buchstabierst.

Danke für den Duft der letzten Rosen
Danke für den köstlichen Apfel
Danke für das Wörtchen „Nein“
Danke für das Kupferrot des Herbstes
Danke für die Einmaligkeit jedes Menschen.

Ich wünsche dir, dass du spürst,
wie reich es dich macht, DANKE zu sagen.

Die letzte Ruhe.

Über Beerdigungen spricht keiner gern.

Dabei gibt es viel zu klären.

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