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Evangelische Kirchengemeinde Hermeskeil-Züsch

Die Evangelische Kirchengemeinde Hermeskeil-Züsch ist eine Diasporagemeinde im Hochwald in der Nähe von Trier. Ihre Fläche erstreckt sich über die Verbandsgemeinde Hermeskeil und Teile der Verbandsgemeinde Kell am See in Rheinland-Pfalz und die Gemeinde Nonnweiler im Saarland. Im Bereich der Kirchengemeinde leben etwa 2.500 evangelische Christinnen und Christen.

Gottesdienste

III.Quartal 2018

Gottesdienste können auch einmal vom vorgesehenen Plan abweichen, deswegen auch die wöchentlichen Ankündigungen in den örtlichen Amtsblättern beachten.

 

Die Ortsdurchfahrt Nonnweiler nach Mariahütte wird zurzeit über die Ringstraße umgeleitet.

Rede beim Beten

 

 

Der große Gärtner gibt nicht auf

Immer wieder die gleiche Arbeit: säen, Unkraut jäten, düngen, gießen, Erde lockern und – wenn alles gut geht – ernten. Auch beim Hobbygärtnern geht das so. Das kommt inzwischen auch bei jungen Familien immer mehr in Mode, und mancher Balkon grünt und blüht wunderbar. Wer einmal seine Liebe zum „Grünzeug“ entdeckt hat, kommt so schnell nicht davon los. Für manchen ist es regelrecht eine Therapie, in Geduld zu lernen.

Meine Ungeduld hat mal einer Steppenkerze das Leben gekostet. Ich habe immer wieder nach dem ersten Trieb geschaut und mit dem Finger gekratzt, ob ich nicht schon etwas sehe. Das war´s! Diese traumhaft schöne Pflanze hat es übel genommen und nicht getrieben. Ich habe diese wunderschöne Pflanze schlichtweg zerstört. Fazit: Man kann eben nur unterstützen – aber nicht hervorziehen. Und es kann nur das wachsen, was der Samen hergibt. Wer Sonnenblumen sät, kann nicht erwarten, dass Löwenmäulchen wachsen, Kartoffeln kommen nicht aus Weizenkörnern. Wer Ungerechtigkeit ausstreut, wird vergeblich auf Gerechtigkeit hoffen, wer Unfrieden sät, wird Hass ernten und nicht Frieden und Liebe.

 Es passt in das biblische Bild des Textes, immer wieder von neuem den Boden vorbereiten, damit Gott Gerechtigkeit regnen lassen kann, die dann auch Wurzeln schlägt. Der große Gärtner gibt nicht auf, Gerechtigkeit als Samen auszuteilen. Darum kümmern müssen wir uns, dann können wir auch ernten trotz manchem Unwetter.

Monatsspruch Juli 2018

Im Juli

Die aktuelle Grafik

Religion für Einsteiger

Muss man dem Gewissen folgen?

Die Gewissensfreiheit dient dem Schutz der Persönlichkeit. Diese soll sich innerlich nicht entzweien, sich treu bleiben können, auch wenn sie sich von anderen bedrängt fühlt. Geht es darum, das Leben zu schützen, dann leuchtet die Berufung auf das eigene Gewissen schnell ein. Ein Major der Bundeswehr will keine Software entwickeln, die im Irakkrieg eingesetzt wird. Männer verweigern den Kriegsdienst. Eine Biologiestudentin weigert sich, Tiere zu sezieren, die eigens für ihr Studium getötet wurden. Kommentare zum Grundgesetz erklären eine Gewissensentscheidung als ernste (!) sittliche Entscheidung, die der Einzelne als unbedingt bindend versteht, so dass er sie nicht ohne Gewissensnot umstoßen kann.

Wer sich auf eine Gewissensentscheidung beruft, muss auch bereit sein, darüber Auskunft zu geben. So klar und konsequent wie Martin Luther 1521 vor dem Reichstag zu Worms, so möchten viele sein. Luther erklärte dort, er könne seine reformatorischen Schriften nicht widerrufen, denn die Bibel verpflichte ihn zu seiner Haltung. Die Gewissensfreiheit, die Luther in Anspruch nahm, ist allerdings eine andere als die, die neuzeitliche Verfassungen wie die der Paulskirche von 1848 oder der Artikel 4 des Grundgesetzes garantieren. Für Luther war das Gewissen die innere Instanz, die über seine Treue zu Gottes Wort wacht. Zwar kann man Luther als Wegbereiter der heutigen Gewissensfreiheit bezeichnen, aber eine Gewissens- oder die Religionsfreiheit im heutigen Sinn zu fordern, war außerhalb seiner Vorstellungswelt.

Für den Umgang mit verbohrten Haltungen empfiehlt der Apostel Paulus: Schont die Menschen, die sich von rigiden Normen bestimmen lassen! Wer das (irrende) Gewissen eines anderen bedrängt und dadurch verletzt, versündigt sich gegen Gott! (1. Korinther 8). Im konkreten Fall ging es um den umstrittenen Verzehr des Fleisches, das in einem heidnischen Tempel übrig geblieben war. Ganz grundsätzlich geht es um mehr: um Respekt und Liebe, die weiter trägt als alles Besserwissen.

Die letzte Ruhe.

Über Beerdigungen spricht keiner gern.

Dabei gibt es viel zu klären.

Weitere Antworten finden sie hier.