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Spiritualität

Mitten im Leben gibt es viele Gelegenheiten, um mit Glauben und Kirche in Berührung zu kommen. Auf dieser Seite geben wir Hinweise zu den Schnittstellen, an denen Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit der Kirche in Kontakt kommen. Und wenn Sie noch kein Mitglied der evangelischen Kirche sein sollten, dann finden Sie hier Informationen zum Kircheneintritt.

Eintritt

Kircheneintritt

Eintreten kann man bei jedem evangelischen Pfarrer oder jeder evangelischen Pfarrerin. Kontaktmöglichkeit oder einen Gesprächstermin können Sie vereinbaren unter internet(at)ekhz.de.

Früher durfte man nur an seinem Wohnort (wieder-)eintreten. Die Landessynode 2001 der Evangelischen Kirche im Rheinland lockerte diese Regelung und ließ Eintrittsstellen zu. Wer aus der evangelischen Kirche ausgetreten ist oder Mitglied einer anderen christlichen Kirche ist, und in die evangelische Kirche eintreten möchte, kann sich an einen Pfarrer oder eine Pfarrerin wenden. Wer noch nicht getauft ist, wird durch die Taufe Mitglied der evangelischen Kirche. Nach einem oder mehreren Gesprächen mit dem Pfarrer/der Pfarrerin wird die Aufnahme bzw. Taufe meist in einem Gottesdienst vollzogen. Die rheinlische Kirche hat den Kircheneintritt vereinfacht, so dass man bei jeder Pfarrerin/jedem Pfarrer in Deutschland oder bei anerkannten Kircheneintrittsstellen in die Kirche eintreten kann.

Weitere Informationen auf den Seiten der EKiR

Taufe

Taufe

Mit der Taufe wird ein Mensch in die christliche Gemeinde aufgenommen. Die Taufe ist ein Sakrament. Sakramente sind von Gott eingesetzte, sichtbare Handlungen. Zu einem Sakrament gehören Wort und Zeichen.

Das wichtigste Zeichen der Tauffeier ist das Wasser. Wasser ist das Urelement des Lebens. Wasser kann aber auch eine Bedrohung für das Leben sein. Im Wasser kann Leben untergehen und enden. Der Täufling erfährt symbolisch im Wasserritus, was Jesus Christus durchlebt hat. Wie er durch den Tod zum ewigen Leben gelangt ist, so kommt das Wasser über den Täufling, und er "taucht auf" als Mensch des neuen Leben.

In der Kirchenordnung der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) heißt es in Artikel 31 über die Taufe: "Auf Befehl Jesu Christi und im Vertrauen auf die Gnade Gottes, die allem Erkennen vorausgeht, tauft die Kirche und bezeugt damit die Zueignung der in Christus offenbarten Verheißung Gottes und den Anspruch Gottes auf das Leben der Getauften. Durch die Taufe wird der Täufling zum Glied am Leibe Christi berufen und seine Mitgliedschaft in der Kirche begründet."

In der EKiR werden die Taufen im Gemeindegottesdienst gefeiert, um sichtbar und erfahrbar zu machen, dieser Mensch wird in unsere Gemeinde aufgenommen.

Weitere Informationen auf den Seiten der EKiR

Konfirmation

Konfirmation

Die Konfirmation bekräftigt die Annahme des Gläubigen durch Gott. Schon in der Taufe ist die Annahme des Menschen durch Gott zugesprochen; mit der Konfirmation bekräftigen die Jugendlichen und die Gemeinde diese Annahme. Am Übergang von der Kindheit zum Erwachsenenleben findet üblicherweise die Konfirmation statt. Zwar gibt es für sie keinen biblischen Auftrag, auch ist sie kein Sakrament, aber sie gehört zum protestantischen Selbstverständnis. Die Jugendlichen erhalten seelsorgliches Geleit, Fürbitte und Segen. Ihr persönlicher Konfirmationsspruch - selbst ausgesucht - unterstreicht dies. Vorbereitet auf die Konfirmation werden die Jugendlichen im Kirchlichen Unterricht, durch den sie mit den zentralen Aussagen des christlichen Glaubens und mit dem Leben der Gemeinde vertraut gemacht werden. Konfirmierte können Taufpatin oder -pate werden und sind bei der Wahl zum Presbyterium wahlberechtigt.

Abendmahl

Abendmahl

Die Feier des Abendmahls geht auf das letzte Mahl zurück, das Jesus am Abend vor seinem Tod mit seinen Jüngern feierte. Der Abendmahlsgottesdienst erinnert an dieses Mahl. Die Teilnehmenden teilen Brot und Wein, wie Jesus Christus es mit seinen Jüngern geteilt hat. Brot und Wein sind die Zeichen für die Anteilnahme "an Jesu für alle dahingegebenen Leib und Blut", wie ein Theologe formuliert.

Nach der biblischen Überlieferung hat Jesus beim letzten Abendmahl seinen Jüngern das Brot gereicht und gesagt: "Das ist mein Leib." Danach gab er ihnen einen Kelch mit Wein und sagte: "Nehmt hin, das ist mein Blut, das für Euch vergossen ist zur Vergebung der Sünden." Mit diesen Worten wird das Abendmahl bis heute eingesetzt.

Für viele Christinnen und Christen ist das Abendmahl die zentrale Feier in ihrem Glaubensleben. Hier wird Gemeinschaft mit Gott und anderen Gläubigen und Sündenvergebung erfahren. Für viele ist die Feier des Abendmahls ein ganz besonders heiliger Augenblick, der geschützt werden muss.

In der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) dürfen auch Kinder das Abendmahl mitfeiern.

Weitere Infomationen auf den Seiten der EKiR

Trauung

Trauung

Bei der Trauung wird die Gemeinschaft der Eheleute unter Gottes Wort und Segen gestellt. Die Liebe zwischen zwei Menschen ist ein Geschenk Gottes, der die Menschen geschaffen hat. Dieser Gedanke bestimmt das evangelische Verständnis der Trauung. In der Trauung empfängt das Brautpaar den Segen Gottes: Gott möge das Paar in seiner Ehe begleiten. Denn es ist alles andere als selbstverständlich, dass zwei Menschen mit ihren je eigenen Träumen und Wünschen, Lebensplänen und -geschichten, Fähigkeiten und blinden Flecken eine feste und lebenslange Beziehung eingehen wollen und können.

Voraussetzung für die kirchliche Trauung ist die standesamtliche Eheschließung. Die evangelische Trauung ist dann ein Gottesdienst mit Gebet, Liedern, Worten aus der Bibel, Predigt und dem Segen. "Die Trauung ist ein Gottesdienst anlässlich der Eheschließung, in dem die eheliche Gemeinschaft unter Gottes Wort und Segen gestellt wird", formuliert die Kirchenordnung der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR).

Weitere Infomationen auf den Seiten der EKiR

Bestattung

Friedhof

Die Gemeinschaft mit Jesus Christus wird durch den Tod nicht aufgehoben: Von Anfang an hat die Kirche ihre Toten zur letzten Ruhe geleitet. Die Bestattung ist Ausdruck der Liebe und der Achtung gegenüber den Verstorbenen. Im Mittelpunkt des Bestattungsgottesdienstes steht der Glaube an Gott, der Jesus Christus von den Toten auferweckt hat. Die Gemeinschaft mit Jesus Christus wird durch den Tod nicht aufgehoben. Diese Gewissheit hat Christinnen und Christen zu allen Zeiten Trost und Zuversicht gegeben. Deshalb heißt es auch in der Kirchenordnung der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), dass im Gottesdienst zur Bestattung der gekreuzigte und auferweckte Herr Jesus Christus verkündigt wird.

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